Lebenslauf der Künstlerin – Leen Aebersold-Meeus

Leen Meeus wurde am 28. November 1959 in der Provinz Antwerpen im Kleinstädtchen Veerle (Belgien) zu Hause auf dem Küchentisch statt im Spital geboren, nicht aus Zeitnot, sondern der Einfachheit und einer robusten Gesundheit wegen.

Dort ist sie inmitten von fünf Geschwistern, zwei Brüder und drei Schwestern, zufrieden und konfliktfähig aufgewachsen. Nach Schulabschluss erlernte sie aus eigenem Entschluss den Beruf der Damenschneiderin und der Designerin.

Früh im Kindergarten entdeckte sie schon die Lust am Zeichnen und Malen. So begann sie ab dem 12. Lebensjahr Mal- und Zeichenkurse zu besuchen, wo sie schon bald auch die ersten Erfahrungen in der Ölmalerei machte. Zur selben Zeit spielte sie in einer Theatergruppe mit, wo sie engagiert beim Bühnenbildnern und Kostümanfertigen mithalf. Mit 19 Jahren besuchte sie eine weitere Kunstschule in Geel, wo sie ihre Technik der Ölmalerei erweiterte. Um den Lebensunterhalt zu bestreiten, arbeitete sie gleichzeitig bei Bell-Telefonen, wo sie sich bei der Fliessbandarbeit nicht glücklich fühlte.

Da legte sie ein Time-Out mit Malen, erweiterte ihre beruflichen Kenntnisse, blieb aber stets in engem Kontakt mit der Malerei und einem begabten Künstlerfreund in Belgien.

Mit 28 Jahren kam sie in die Schweiz, wo sie vorerst im Gastgewerbe arbeitete. Da lernte sie auch ihren jetzigen Lebenspartner, Willy Aebersold, kennen. Durch dessen Bruder, der auch Künstler ist und seine Frau, Therese Hess, kam sie wieder in Kontakt mit der Malerei, vorerst in abstrakter, dann mehr in figurativer Kunst. So begann sie auch Malkurse in Öl und Acryl an der Schule für Gestaltung zu belegen, wo sie auch ihren Meister in der spielerischen Technik der Farbenkompositionen, den Dozenten und Malkünstler Arthur Freuler, als kreatives und viel schaffendes Vorbild, kennen lernte und bei ihm Malkurse besuchte.

In ihrem Atelier arbeitet sie mit Haut und Haaren an ihren Werken, wo einzelne Bilder in monatelangem Ringen und unnachgiebigen Korrekturen entstehen und in ihrer unerschöpflichen Schaffenskraft weiter gestaltet werden, nicht in abstrakter Manieriertheit, sondern in Leens eigens gefundenem, mit Visionen und persönlichen Botschaften durchsetzten Stil.

Sie sammelt auch Ortserlebnisse und Eindrücke, die sie in ihre Werke einbringt, wobei auch Gedanken aus der kritischen Auseinandersetzung mit der Gegenwart und Bilder aus ihrem Unterbewusstsein sie inspirieren. Dabei sollten die Inhalte und ihre Transposition im künstlerischen Ausdruck nicht einseitig Bilder mit Desillusionen, Todesernst und Katastrophenszenarien vermitteln, sondern sollen mit groteskem Humor auch Schmunzeln und Freude wecken, einerseits im Extremfall mit introvertierter Zurückhaltung gedankliche Auseinandersetzung erfordern, andererseits mit trunkener Ausgelassenheit Lust und Lachen schenken.

 

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